Kleines ABC des Bücherkäufers

Die Bibliotheca Botanica möchte Ihnen die Suche und den Kauf eines Buches so angenehm und interessant wie möglich machen. Hierzu gehört eine einfache und verständliche Beschreibung, die Sie vor Enttäuschungen bewahrt. Wir möchten Ihnen mit unseren Büchern Freude machen.

Jedoch hat sich die Verwendung eindeutiger Fachbegriffe auch in unseren Buchbeschreibungen bewährt; sie sind einfach erlernbar und erleichtern einen Quervergleich der Angebote (auch zwischen Antiquariaten). Bitte beachten Sie aber, dass Kollegen und Gebrauchtbuchhändler nicht immer in derselben Ausführlichkeit beschreiben. Es könnte daher durchaus sein, dass die Wertung eines Buches als "gut" des einen Kollegen durchaus schlechter sein kann als das gleiche Buch in unserem Antiquariat, das wir zum Beispiel mit "gut, etwas bestoßen und beschabt" beurteilen. Für uns ist es wichtig, dass Sie eine möglichst plastische Vorstellung des Buches bekommen und nach einer Kaufentscheidung nicht enttäuscht sind.

Zur schnellen ersten Orientierung haben wir unten einige häufig benutzte Begriffe in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt. Wir hoffen, Ihnen damit die richtige Entscheidung bei der Auswahl eines Buches aus unserem Katalog zu erleichtern.

Viele vertiefende Informationen zu den genannte Themen finden Sie auf wikipedia.

Sollten Sie Begriffe vermissen oder weiterführende Fragen haben, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

 

A   B   E    F    G    J    K    L    M    N    P    Q    R    S    T    V    Z    

 

Abklatsch, Der

Im positiven Sinne ist ein Abklatsch eine bewusst eingesetzte künstlerische Technik, in der eine Zeichnung mittels Auflegen und Andrückens eines (ggf. leicht angefeuchteten) Papierblattes spiegelbildlich auf dieses überragen wird. Im Antiquariatshandel findet der Begriff jedoch überwiegend im negativen Sinne Anwendung. Hier sprechen wir vom Abklatsch, wenn sich eine gedruckte Abbildung im Buch unbeabsichtigt im Laufe der Zeit auf der gegenüberliegenden Seite einen Abdruck hinterlässt. Meist nur als leichter Schatten unbedeutend, kann es im seltenen Einzelfall den Gesamteindruck negativ beeinträchtigen. Durch Einlegen von Seidenhemdchen lässt sich ein Abklatsch verhindern.

 

Auflage, Die

Die Auflage eines Buches bezeichnet die Anzahl der von einem Buch in einem Druckauftrag hergestellten Exemplare. Je kleiner die Auflage, desto höher die Stückkosten. Daher ist die Auflage einer der kritischen Erfolgsfaktoren des Verlegers. Sie bestimmt sich aus der erwarteten Anzahl Käufer, die das Buch in den ersten Monaten nach Veröffentlichung erwerben. Druckt er zu wenige Exemplare, so schmälert dies nicht nur einmalig seinen Gewinn, sondern er muss noch einmal die voraussichtliche Nachfrage abschätzen und teuer nachdrucken lassen. Wenn er zu viele druckt, dann folgen hohe Lagerkosten, drohen Verramschung oder Makulierung. Für den Käufer eines modernen Buches ist die Auflage nur dann relevant, wenn sich der Nachdruck von der ersten Auflage unterscheidet. So ist es in letzter Zeit hier und da vorgekommen, dass gegen die erste Auflage wegen eines Verstoßes gegen das Persönlichkeitsrecht erfolgreich geklagt wurde und Folgeauflagen nur gekürzt erscheinen konnten. Wenn dann noch die entsprechenden Passagen in nicht verkauften Exemplare der ersten Auflage geschwärzt werden mussten, kann der Wert der ersten Auflage gegenüber den folgenden erheblich sein. Heute sind die Verlage zumeist aus Marketinggründen dazu übergegangen, die Höhe einer Auflage nur noch dann anzugeben, wenn die Anzahl der Exemplare so hoch ist, dass diese Information einen zusätzlichen Kaufreiz beim Käufer ausübt.
Nicht immer ist die zweite Auflage auch der zweite Druck. Wenn zwischen Erstdruck und Nachdruck nur eine kurze Zeitspanne liegt, vielleicht sogar noch vom Original-Druckstock gedruckt wurde, spricht man auch vom Nachdruck. Oftmals erhält der Verfasser nach Veröffentlichung einer Auflage neue wichtige Erkenntnisse oder Informationen, die er gleich in sein Manuskript einarbeitet. Erfolgt dann auf dieser Basis eine neue Auflage, so wird diese zumeist als "durchgesehene", "vermehrte", "erweiterte" oder "überarbeitete" Auflage bezeichnet. Im Antiquariat ist die Auflage ein wertbestimmmender Faktor.

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B

beriebener Buchdeckel
Bereibungen enstehen schon beim Herausnehmen und Zurückstellen des Buches ins Regal

Bereibung, Die

Eine Bereibung ist eine durch mechanisches Einwirken anderer Materialien entstandene leichte Beeinträchtigung an der Oberfläche von Schutzumschlag oder Einband. Berieben wird ein Buch regelmäßig selbst bei schonender Behandlung des Buches allein schon durch das Einstellen oder Herausnehmen des Bandes aus dem Bücherregal. Hierbei reiben die Buchdeckel auch bei lockerer Aufstellung zwangsläufig aneinander, wodurch es mit der Zeit zur Abstumpfung glatter oder glänzender Oberflächen und hervorstehender Ausschmückungen, wie etwa bei geprägten Einbanden, kommen kann. Es entsteht ein leichter Eindruck von "Schlieren".

Leichte Bereibungen enstehen teils schon im Buchladen, sie werden daher in der Buchbeschreibung nur erwähnt, wenn sie deutlich zum Gesamtzustand des Buches beitragen, was besonders bei neuwertigen oder sehr guten Büchern neueren Datums Enttäuschungen des Käufers vermeiden helfen kann.

 

Beschabung, Die

Die Beschabung ist gegenüber der Bereibung, die den Einband eines Buches lediglich an der Oberfläche beeinträchtigt, schon etwas massiver. Hier wird die Oberfläche in Mitleidenschaft gezogen, sei es durch Kratzer oder Rillenbildung. Beschabung kommen naturgemäß besonders häufig an den Stehkanten vor. Von einer echten Beschädigung kann man hier eigentlich nicht sprechen, eine Beschabung mindert jedoch den Gesamteindruck des Buches. Ist nur der Schutzumschlag beschabt, so geben wir dies gesondert an.

 

Bestoßung, Die

Bestoßene Buchecke
Typische minimale Bestoßung eines Kartondeckels

Auch bei sorgfältiger Behandlung ist es über die Jahre kaum zu vermeiden, dass der Bucheinband Spuren des Gebrauchs zeigt. Besonders anfällig sind die Ecken und Kanten und die Kapitale. Wenn ein Einband einen Stoß, z.B. durch herunterfallen bekommt, wird es bestoßen. Folglich nennt man diese Schäden Bestoßung. Je nach Intensität der mechanischen Einwirkung spricht der Antiquar von einer minimalen, leichten oder deutlichen Bestoßung.

 

Buchblock, Der

Der Buchblock bildet den eigentlichen Hauptteil des Buches, er ist der Informationsteil. Er besteht aus den entsprechend der fortlaufenden Seitenzahl aneinander gehefteten und geleimten Papierlagen.

Da das Papier der Buchseiten hochgradig anfällig für Beschädigungen, Verschmutzungen usw. ist, wurde der Buchblock schon immer in schützende Buchdeckel eingebunden. Als Material für die Deckel verwendete man anfangs Bretter aus Buchenholz, woher sich der Name der kompletten Einheit, des Buches, herleitet.

Ein angebrochener Buchblock
Hier spricht man von einem angebrochenen Buchblock

Im Laufe der Zeit kommt es durch häufige Nutzung oft in Verbindung mit ungeeigneter Lagerung des Buches zu Beschädigungen des Buchblocks. Besonders gefährdet sind die Vorsätze und die ersten und letzten Seiten, da hier der Druck der Buchdeckel am größten ist. Je nach Grad der Beschädigung spricht man von einem geplatzten oder einem gebrochenen Buchblock. Ein Buchblock ist geplatzt, wenn man zwischen den Lagen bis auf den Rücken hindurchsehen kann, die Stabilität hierdurch jedoch nicht merkenswert beeinträchtigt ist. Bei einem gebrochenen Buchblock ist auch die Bindung in Mitleidenschaft gezogen, so dass die ursprüngliche Festigkeit des Buchblocks nicht mehr uneingeschränkt gegeben ist, er also merklich gelockert ist. Vom angeplatzten oder angebrochenen Buchblock spricht man, wenn die Beeinträchtigung nur einen geringen Teil der Rückenhöhe, also der dem Rücken zugewandten Papierseite betrifft. Eine solcher Schaden am Buchblock hat selbstverständlich eine Auswirkung auf den Preis eines Buches, jedoch muss ein Buchblock regelmäßig mehrfach gebrochen sein oder zusätzlich andersweitige Schäden aufweisen, um eine Restaurierung zu rechtfertigen. Da Bücher im Antiquariat nur ein vorübergehendes zuhause haben, bieten wir auch Bücher mit mehrfach gebrochenen Buchblöcken an und überlassen es dem Käufer, ob, wann und in welchem Umfange er Restaurierungen vornehmen lassen will. Wir bieten ihm so die Möglichkeit, das betreffende Buch zunächst günstig zu erwerben und später nach eigenem Ermessen zu entscheiden.

Durch Materialmüdigkeit oder das Eigengewicht des Buchblocks kommte es öfters zu einem "gelockerten" Buchblock, der Einband "schwimmt" also etwas um den Buchblock herum. die ursprünglich feste Verbindung existiert nicht mehr. Sollte sich der Buchblock zu sehr gelockert haben, so kann ein Buchbinder die frühere Festigkeit der Verbundes Einband/Buchblock wieder herstellen.

 

Buchschnitt, Der

Seitschnitt und Fußschnitt sind bei diesem Buch unbeschnitten
Nur am Kopf beschnitten, sonst aufgeschnitten

Der Buchschnitt (kurz: Schnitt) bezeichnet die drei Seiten des Buchblocks, die nicht durch die Heftung (Klammerung, Klebung) miteinander verbunden sind. Der Schnitt kann durch Aufschneiden oder Beschneiden (Hobeln) gestaltet werden. Bei der einfachen Variante, dem Aufschneiden, werden die Seiten durch Schlitzung von einander getrennt. So entsteht ein Buchblock, dessen Seiten keine einheitliche Größe haben und dessen Seitenränder unregelmäßig und teils faserig auslaufen. In Deutschland sind diese aufgeschnittenen Buchblöcke noch oft bei Broschuren zu finden, also bei Büchern, die nicht in eine feste Decke eingebunden wurden. Gelegentlich findet man auch „unaufgeschnittene“ Broschuren oder „teilaufgeschnittene“ Broschuren, was bedeutet, dass diese Bücher zumindest an den noch geschlossenen Lagen nicht gelesen wurden. Etwas häufiger anzutreffen sind unbeschnittene Bücher in festen Einbänden z. B. bei Büchern, die in England verlegt wurden. Bei der aufwändigeren (und damit teureren) Variante, dem Beschneiden, werden die Seiten an den Kanten geöffnet, indem man den Buchblock auf eine einheitliche Seitengröße schneidet. Dies geschah früher durch abhobeln, heute durch messern. Je nachdem, wie weit der Seitenrand beschnitten wurde, spricht man von schmal- oder breitrandigen Büchern.

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E

Einband, Der

Der Einband (auch Einbanddecke), also das Material und die Ausführung von Rücken und Buchdeckeln, bestimmen nicht nur unseren ersten Eindruck des Buches, sondern als dauernd sichtbarer Teil auch oftmals die "Wirkung im Regal". Zunächst bestimmen Preis und Zweck die Gestaltung und Ausführung des Einbandes. Darüber hinaus unterliegt das Buch schon seit jeher auch sozialen Unterscheidungen oder Moden. Wer auf sich hielt und es sich leisten konnte, ließ sich seine Bücher nicht nur in feinstes (Kalbs- oder Ziegen)Leder binden, sondern dieses auch mit aufwändigen Goldprägungen, sogenannten Fileten, schmücken. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Einbände:

MaterialAusführung
Leder
(Ldr., OLdr.)
Hardcovereinband. Rücken und Decken sind komplett mit Leder bezogen. Oftmals mit goldgeprägten Fileten. Ist ein solcher Einband mit einer Titel- oder Rückenprägung versehen, so ist dies regelmäßig dann vermerkt, wenn es zum Gesamteindruck des Buches nachhaltig beiträgt.
Halbleder
(Hldr., OrigHldr.)
Hardcovereinband. Der Rücken und Teile der Deckel sind in Leder ausgeführt. Die teils übliche Bezeichnung "Dreiviertelleder", die einen Einband bezeichnet, bei dem die Deckel zum überwiegenden Teil mit Leder bezogen sind, verwende ich nicht. Bei der Einbandart Halbleder können ggf. die Buchecken ebenfalls mit Leder bezogen sein. Ist ein solcher Einband mit einer Titel- oder Rückenprägung versehen, so ist dies regelmäßig dann vermerkt, wenn es zum Gesamteindruck des Buches nachhaltig beiträgt.
Leinen
(Lwd., OrigLwd., Dek. Lwd.)
Dies sind Hardcovereinbände, die vollständig mit textilen Materialien bezogen sind, unabhängig davon, ob es wirklich Leinen, Buchleinen oder ein anderes Textil ist. Ist ein solcher Einband mit einer Titel- oder Rückenprägung versehen, so ist dies regelmäßig dann vermerkt, wenn es zum Gesamteindruck des Buches nachhaltig beiträgt. Eine solche Prägung kann als Blindprägung, also ohne farbliche Absetzung, oder als Farbprägung ausgeführt sein. Ist das Leinen mit Ornamenten, grafischen Darstellungen oder Prägungen versehen,, so wird der Einband als "dekoriertes Leinen" beschrieben. Der Zusatz "Privates", eventuell mit einer Zeitangabe (modernes, der Zeit, usw.) weist auf eine Bindung hin, die (teils vermutlich) nicht durch den Verlag erfolgte. Sollten Sie daher Ergänzungen zu mehrbändigen Werken suchen, so senden wir Ihnen gerne Fotos.
Halbleinen
(Hlwd., OrigHlwd.)
Hardcovereinband. Fester Einband, als "Halbleinen illustriert" mit Grafiken und/oder Fotos. Der Zusatz "Privates", eventuell mit einer Zeitangabe (Modernes, der Zeit, usw.) weist auf eine Bindung hin, die (teils vermutlich) nicht durch den Verlag erfolgte. Sollten Sie daher Ergänzungen zu mehrbändigen Werken suchen, so senden wir Ihnen gerne Fotos.
Pappband
(Pp, OrigPp., Ill.Pp.)
Hardcover-Einband. Fester Einband, als "Illustrierter Pappband" grafisch gestaltet. Fehlt der Zusatz "Original", so ist der Einband (teils vermutlich) nicht durch den Verlag erfolgt, sondern auf Auftrag eines Besitzers. Die Einbände können daher stark variieren. Sollten Sie Ergänzungen zu mehrbändigen Werken suchen, so senden wir Ihnen gerne Fotos zu, damit Sie entscheiden können, ob der Einzelband in Ihre Reihe passt.
Karton
(Ktn, OrigKtn., Ill.OKtn.)
Softcover-Einband. Flexibler Einband, als "Illustrierter Originalkarton" mit Grafiken und/oder Fotos. Fehlt der Zusatz "Original", so handelt es sich besonders bei wissenschaftlichen Werken oftmals um eine Bindung mit einfachem Bibliothekskarton.
Broschur
(Br., OrigBr., Ill.Br.)
Softcover-Einband. Flexibler Einband, als "Illustrierte Originalbroschur" mit Grafiken und/oder Fotos geschmückt. Broschur weist auf eher papierähnliche Decke und/oder Heftung mittels Klammern hin. Unbeschnittene Original Broschur war die früher -zumindest bis ins späte 19te Jahrhundert hinein- übliche Auslieferungsform der Verlage, um neben der gebundenen Ausgabe eine preiswerte Alternative zu bieten. Bei den sich teils über Jahrzehnte hinziehenden Herausgaben von wissenschaftlichen Werken erfolgte die Veröffentlichung standardmäßig in broschierten Lieferungen, deren Bindung dann vom Subskribenten beim Buchbinder individuell beauftragt wurde. Oft wurden die vorbereiteten Einbanddecken vom Verlag auch angeboten.
Taschenbuch
(TB.)
Softcover-Einband im Kleinoktav/Oktav. Auch bezeichnet als Trade Paperback.

 

Ex-Libris, Das

Im Buch angebrachtes grafisch gestaltetes Besitzerzeichen, meistens auf dem vorderen Innendeckel oder Vorsatzblatt (von lat.: ex = aus und libris = Büchern). Über den reinen Eigentumsanspruch hinaus drückt ein Exlibris auch den Stolz des Besitzers aus und ist subtiler Hinweis auf die Bildung des Besitzers: Die Herstellung eines Exlibris ist nur sinnvoll, wenn man viele Bücher, also eine Bibliothek sein Eigen nennt. Zunächst im Adel verbreitet, wurde dieser Brauch auch vom erstarkten Bürgertum übernommen und kultiviert (Bildungsbürgertum). So wurden namhafte bildende Künstler mit dem Entwurf von Exlibris beauftragt, was das Ansehen des Besitzers nun auch als "kunstsinnig" unterstreichen sollte. Die angewandten künstlerischen Techniken sind überwiegend Kupferstich, Lithographie oder Holzschnitt, selten der sehr teure Stahlstich. In moderner Zeit auch alle anderen Drucktechniken. Je nach Gestaltung und Bedeutung des Besitzers kann ein Exlibris erheblich zum Wert eines Buches beitragen, ihn im Einzelfall sogar bestimmen.

Modernes klares Ex-Libis
Modernes schnörkelloses Ex-Libris
Antikisierendes moderneres Ex-Libris im Offsetdruck um 1970
Offset Ex-Libris, wohl um 1970
Ein fein gearbeitet und vom Künstler signiertes Ex-Libris
Lithographiertes Ex-Libris datiert 1916

Heute etwas aus der Mode gekommen, aber durchaus noch anzutreffen, sehr oft als standardisierte Druckvorlage, in die nur noch der Name eingesetzt werden muss. Aufgrund des Ideenreichstums der Gestaltung und der sozio-kulturellen Einbindung in die Zeitgeschichte sind Exlibris ein beliebtes Sammelgebiet.

Die einfachere "billige" Version der Besitzerzeichen ist der Bibliotheksstempel oder das Bibliothekssiegel, das -gedruckt oder geprägt- meist auf dem Titelblatt zu finden ist.

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F

Fadenheftung, Die

Gut sichtbar: die drei Bünde und Lagen

Fadenheftung ist seit Beginn des Buchdrucks das traditionelle Verfahren der Buchherstellung und bis heute die edelste und angenehmste Art der Seitenverbindung. Hierbei werden die einzelnen Lagen mit Bindegarn zu einem festen Buchblock zusammengefasst, wobei die Stabilität durch Heftung an Bünde, heute auch alternativ Gazestreifen, erhöht wird. Nach der Heftung werden die Lagen mit Leim zu einem festen Buchblock verbunden und dann in den Einband eingehängt, indem die losen Enden der Bünde in die Buchdeckel eingeklebt werden.

Das fadengeheftete Buch lässt sich zum Lesen weit öffnen und bleibt an der aufgeschlagenen Seite offen liegen, da ja nur das jeweils Blatt der äußere Blatt jeder Lage mit dem Rücken verleimt ist. Die restlichen Blätter hängen nur am Heftfaden. dadurch, dass der Faden ohne Verknotung durch die Blätter geführt wird, kann sich der Druck, der beim Aufschlagen der Seiten auf die Heftung wirkt, verteilen, im Gegensatz z.B. zur Klammerheftung. Fadengeheftete Bücher sind daher langlebig. Sollte über die Jahre eine Restaurierung nötig werden, so kann der Buchblock bei Bedarf durch einen erfahrenen Buchbinder zerlegt, neu geheftet und eingebunden werden. Bei neueren Heftungen, die aus Kostengründen nur am Rücken mit Leim verbunden werden, hilft oftmals nur, den defekten Leimrücken abzumessern und neu zu verleimen, Dadurch geht immer etwas Seitenrand verloren.

 

Farbschnitt, Der

Nach der Beschneidung des Buchblocks sind die in Form gebrachten Seiten je nach Papier mehr oder weniger rauh und bieten Staub und Verschmutzung eine breite Angriffsfläche. Durch eine Einfärbung des Buchschnitts verbinden sich die abstehenden Fasern und bilden eine glattere Papierkante. Dieser Farbschnitt findet sich oftmals nur an der besonders dem Staub ausgesetzten Oberkante, der „Kopfkante“ des Buchblocks und wird dann allgemein als „Farbkopfschnitt“ bezeichnet., oder unter Nennung der verwendeten Farbe z. B. als „Rotkopfschnitt“. Werden alle drei Kanten eingefärbt, so spricht man von „Vollfarbschnitt“. Immer wieder wurde der Farbschnitt kreativ zur Aufwertung des Buches genutzt, etwa durch das Marmorieren oder Sprenkeln des Farbauftrages. Besonders wertvolle Bücher verfügen oft über einen „Goldschnitt“ oder seltener „Silberschnitt“, wobei das Metall in Blattform aufgebracht wurde. In ganz früher Zeit wurde der Längsschnitt auch gelegentlich beschriftet. Heute erlauben moderne Techniken auch das Bedrucken des Schnitts.

 

Filete, Das

Werkzeug des Buchbinders für die Schmuckprägung von Einbänden in Form eines Wiegemessers. Wichtig für das Prägen von Linien und schmalen fortlaufenden Bordüren. Die damit hergestellten Verzierungen werden ebenfalls als Fileten bezeichnet, sie können in Blindprägung belassen oder anschließend von Hand vergoldet werden. Zu erkennen fast immer an den nicht ganz genau aufeinander passenden Nahtstellen zwischen den Abdrücken.

 

Format, Das

Im Antiquariatshandel werden vorherrschend die traditionellen Maßangaben, die sich aus der Anzahl der Falzungen eines Druckbogen ergeben, verwendet. Da einerseits die Größe des Druckbogens nicht einheitlich war, andererseits auch jeder Buchbinder oder Käufer den Buchblock an den Seitenrändern nach eigenem Gusto (oder überhaupt nicht) beschnitt, können die Angaben nur approximativ sein. Daher sind auch die unbedruckten Ränder um den Satzspiegel stets unterschiedlich breit, so dass sich gleiche Bücher oftmals in der Größe um mehrere Zentimeter unterscheiden können. So war es im 18ten und 19ten Jahrhundert teils Mode, den Rand stark zu beschneiden, um das Buch handlich zu halten. Daher wird in der Buchbeschreibung besonders hervorgehoben, wenn es sich um ein “breitrandiges” Exemplar handelt.

PapierbogenBezeichnungKurzbezeichnungGröße in cm
1x gefalzt = 2 Blatt
    Großfolio/Imperialfolio

    Folio
    gr.2°

    größer als ca. 45 cm

bis ca 45 cm
2x gefalzt = 4 Blatt Quart/Quarto
bis ca. 35 cm
3x gefalzt = 8 Blatt
    Großoktav

    Oktav/Oktavo

    Kleinoktav
    gr.8°


kl.8°
    bis ca. 25 cm

    bis ca. 23,5 cm

bis ca. 18 cm
4x gefalzt = 12 Blatt
    Duodez
12° kleiner als 15 cm
4x gefalzt = 16 Blatt
    Sedez
16° kleiner als 15 cm

Bei Büchern neueren Datums ist die Angabe der Buchrückenhöhe als einziges Maß geläufig. Die Angabe: 20 cm bedeutet also, dass das stehende Buch 20 cm hoch ist. Dem Wunsch vieler unserer Kunden und Interessenten entsprechend haben wir vor einiger Zeit damit begonnen, bei den neu in den Katalog aufgenommenen Gartenbüchern nur noch die Rückenhöhe anzugeben und die traditionellen Maße wegzulassen. Bei ausgefallenen Buchformaten geben wir zusätzlich die Breite an, z. B. 21,5 x 30 cm. In diesem Falle steht die erste Zahl für die Höhe, die zweite Zahl für die Breite.

 

Halbfranzband
Der Rücken des Franzbandes ist mit dem Buchblock verbunden.

Franzband, Der

(Kurzform von "Französischer Einband") ist eine spezielle, aufwändige und teure Art des Ledereinbandes, die wohl in Frankreich zu Beginn des 18ten Jahrhunderts aufkam. Entsprechend der Ausstattung als "Vollleder" oder "Halbleder" unterscheidet man zwischen "Ganzfranzband" und "Halbfranzband". Indem die Buchdeckel direkt an den Buchblock gesetzt und mit den Schnurbünden zu einer festen Einheit verbunden werden, entsteht ein sehr stabiles Ganzes, das abschließend mit Leder überzogen wird. Erkennbar ist der Franzband am tiefen Falz in den Vorsätzen und am mit dem Buchblock fest verbundenen Rücken. Diese feste Verbindung bewirkt, dass sich der Rücken dem Öffnen des Buches anpassen muss. Bei häufigem Gebrauch führt dies mit zunehmender Alterung des Leders zu Längsfalten im Rücken, ähnlich den Lesefalten bei Taschenbüchern. Wurde das Leder nicht mit geeigneten Mitteln geschmeidig gehalten, so zeigen sich diese Falten zunehmend brüchig.

 

Frontispiz, Das

(von lat.: frons = Stirn, Vorderseite und spicere = schauen). Ganzseitige Abbildung auf der der Titelseite gegenüberliegenden Seite. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein ein mehr oder minder künstlerisch gearbeiteter Kupferstich. Nicht zwangsläufig mit unmittelbarem Bezug zum Inhalt sind allegorische oder idealisierte Inhalte vorherrschend. Zusammen mit dem oftmals aufwändig zweifarbig in rot und weiß gedruckten Titel soll das Frontispiz den Wert des Buches unterstreichen und zum Kauf anreizen. Mit Aufkommen der geprägten oder illustrierten Buchdeckel und später der illustrierten Schutzumschläge verliert diese Form der Vermarktung an Bedeutung. Eine Sonderform des Frontispizes bildet sich im Verlauf des 18. Jahrhunderts heraus, indem an dieser Stelle ein gestochenes, später fotografisches Portrait des Verfassers eingebunden wird.

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G

Gelenk, Das

Die Stelle zwischen Buchblock und Einband, an der beide zusammenstoßen, wird als Gelenk bezeichnet. Ein Buch besitzt also ein vorderes und ein hinteres Gelenk. Die Gelenke werden durch den Vorsatz abgedeckt und bilden das Scharnier zwischen Buchdeckel und Inhalt. An diesen Stellen ist das Vorsatzpapier besonderer Belastung ausgesetzt, so dass es irgendwann im Leben eines Buches dort einreisst oder sich schlicht auflöst. Hierzu tragen besonders bei Gartenbüchern, die oftmals in Griffweite des Gärtners standen, auch die Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen Buch und Umgebung bei. Ist das Papier über die ganze Buchhöhe gerissen, so spricht man vom "geplatzten" Gelenk, anderenfalls vom "angeplatzten" Gelenk. In beiden Fällen ist die Stabilität des Buches hierdurch nicht oder nur minimal beeinträchtigt. Es ist also eher ein ästhetisches Problem. Solche schadhaften Vorsätze sind in der Buchbeschreibung zu erwähnen und preismindernd anzusetzen.

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J

Japanpapier, Das

Japanpapier ist ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Buchrestaurierung. Es wird unter Verwendung von Büschen und Sträuchern hergestellt, deren lange Fasern für eine hohe Reissfestigkeit des Papiers sorgen. Die sehr feine Faserstruktur ermöglicht die Herstellung hauchdünner Papiere, die sich hervorragend als Trägermaterial für schadhafte oder anfällige Buchseiten eignen. Dickere Qualitäten finden Verwendung z.B. bei der Ausbesserung von Fehlstellen im Papier, zur Verstärkung von brüchigen Buchrücken oder schadhafter Gelenke.

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K

Kapital, Das

(von lat.: caput = Haupt, Kopf). Unter Kapital versteht man die Ober- und Unterkante des Buchrückens, auch als Rückenkopf und Rückenfuß bezeichnet. Noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde an diesen empfindlichen Stellen des Buches Bünde angebracht, die bei der Fadenheftung beim Wechsel der Lagen umfangen wurden. Im Gegensatz zu den über den Buchrücken verteilten unsichtbaren Bünden waren diese Bünde im Übergang vom Rücken zum Kopfschnitt sichtbar. Sie bilden das Kapitalband, das oftmals zusätzlich durch farbiges Band verstärkt wurde. Das Kopfkapital eines Buchrückens wird regelmäßig durch das unsachgemäße Herausziehen eines Buches aus dem Regal stark belastet, so dass es über die Jahre häufig zu ausgefransten oder sogar eingerissenen Kapitalen kommt.

Praxistipp: Stellen Sie nicht zu viele Bücher auf ein Regalbrett. Zu eng gestellte Bücher führen nicht nur zu Bereibungen, sondern erhöhen auch den zum Herausnehmen erforderlichen Kraftaufwand. Beim Nachvorneziehen durch Druck auf den Kopfschnitt des Buches rutschen die Finger sehr oft ab und bleiben dann am Kapital hängen. Besonders alte Bücher sind den dann auftretenden Kräften nicht mehr gewachsen und reissen ein. Sicher ist es dagegen, die beiden Bücher links und rechts neben dem gewünschten etwas nach hinten zu verschieben und das Buch dann durch greifen von Vorder - und Hinterdecke herauszunehmen. Der Mehraufwand, diese beiden Bücher dann wieder ausrichten zu müssen, lohnt sich auf Dauer.

 

Klammerheftung, Die

Die Klammerheftung kam in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung auch der Buchproduktion auf. Sie war leichter mechanisierbar und damit kostengünstiger als die bis dahin vorherschende Fadenheftung. Hierbei wird die jeweilige Lage mittels Heftklammern an einem Gazerücken festgetackert und dann zu einem Buchblock verleimt. Die Klammerheftung ist nicht nur wesentlich starrer als die Fadenheftung, was leider häufig dazu führen kann, dass das innerste Blatt der Lage, also dasjenige, das den Druck der Heftklammer über die Breite der Heftung tragen muss, dem Druck nicht standhält. Besonders, wenn auch noch ein minderwertiges Papier verwendet wurde. Auch kann sich über die Jahre Rost auf den Klammern bilden, was zu unschönen Verfärbungen im Klammerbereich führen kann, im schlimmsten Fall auch zu Durchrostungen und der Auflösung des Buchblocks. Hier kann es oft sinnvoll sein, die Klammern zu entfernen die Bindung durch eine Fadenbindung zu ersetzen. Es ist müßig, die Unzulänglichkeit der Klammerheftung aus bibliophiler Sicht zu bedauern: Die industrielle Produktion ermöglichte den einkommensschwachen Familien den Zugang zu Wissen. Besonders bei Gartenbüchern kann dies nicht hoch genug eingeschätzt werden, da der Anbau im eigenen Garten viel zur Verbesserung der Ernährungssituation dieser Familien beigetragen hat. Obwohl diese Schriften teils recht hohe Auflagen erzielen konnten, sind sie teilweise nur noch in recht kleinen Stückzahlen erhalten. Was sich wiederum aus dem hohen Gebrauchswert derselben erklärt. Es lohnt sich also zu prüfen, ob eine (teure) Neubindung nicht doch angemessen sein kann.

 

Kollationierung, Die

(von lat.: collatio =Sammlung, Zusammengetragenes) Unter Kollationierung versteht der Antiquar einerseits die Überprüfung des Buches auf Vollständigkeit und richtige Reihenfolge der Seiten als solche, andererseits das Ergebnis dieser Überprüfung als Beschreibung. Wenn in einem Katalog also von ‘Kollationierung’ zu lesen ist, so ist die Zusammensetzung des Buches gemeint. Das liest sich dann z.B. so: "Kollationierung: Tbl., [3] Bll., VII, 433 S., XII Kupfertafeln" (Der Buchblock besteht also in diesem Fall aus Titelblatt, 6 nicht nummerierten Seiten, 7 lateinisch nummerierten Seiten, 433 nummerierten Seiten und 12 Kupferstichen). Der Buchbinder kollationiert ein Buch in gleicher Weise bevor er es bindet, z.B. anhand der Bogennummern und Anweisungen.

 

Kopfschnitt, Der

Siehe unter Buchschnitt

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L

Läsur, Die

Ein lädierter Schutzumschlag

(von lat.: laedere = verletzten). Bezeichnet eine kleinere, das Aussehen bzw. den Gesamteindruck jedoch beeinträchtigende Beschädigung oder Macke eines Buches. Läsur (oder auch Lädierung) wird häufig in der Mehrzahl verwendet; aber auch mehrere Läsuren beeinträchtigen nicht den Gebrauchswert eines Buches. Häufig treten solche Läsuren im Rahmen des normalen Gebrauches auf, etwa an Seiten- oder Umschlagsrändern. Dann werden sie als Randläsuren bezeichnet. Randläsuren sind jedoch klar zu trennen von Einrissen, die in der Zustandsbeschreibung auch als solche bezeichnet werden müssen. Im Grenzbereich wird dem Interessenten eine Zustandsbeschreibung „Schutzumschlag mit Randläsuren und minimalen Einrissen“ in Verbindung mit dem eingestellten Foto eine gute Vorstellung vom Zustand des Buches vermitteln können.

 

Lesebändchen, Das

Das Lesebändchen ist ein hilfreiches Lesezeichen, das in der Regel aus einem einfarbigen dünnen gewebten oder geflochtenen Bändchen besteht, welches im Kapital einseitig mit dem Buchblock fest verbunden ist und -etwas länger als der Buchrücken- einige Zentimeter über die Unterkante des Buchblock hinausragt. Manche Bücher verfügen sogar über zwei oder mehr Lesebändchen. Der Wunsch, Seiten im Buch schnell wieder zu finden, ist wohl schon so alt wie das Buch selbst. Es gibt kaum etwas aus dünnem Material, was der Mensch nicht schon als Lesezeichen benutzt hat. Wohl jeder Antiquar hat seine Kuriositätensammlung, die von einfachen Gebrauchsgegenständen wie Post- oder Kinokarten über mehr oder weniger persönliche Fotos bis hin zu kostbaren Stickereien, Edelmetallverzierten personalisierten Lesezeichen oder sogar Bargeld reicht. Wann erstmals ein Lesebändchen eingesetzt wurde, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Nach unserer Beobachtung ist es in Deutschland auf jeden Fall in den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts stark in Mode gewesen.

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M

Makulierung, Die

Makulierung bezeichnet die geordnete Vernichtung von gedrucktem Schriftgut. Dabei wird es so zerstört, dass es nicht mehr in den Verkehr gelangen kann. Ursprünglich bezeichete man mit Makulatur die Ergebnisse eines verunglückten Druckes, die über einen "Makel"(von lat. macula, 'Fleck') verfügten. Dies geschah früher z.B. durch zu starken Auftrag der Druckerschwärze auf den Druckstock, später z.B. durch fehlerhaften Einzug des Papiers in die Rotationsmaschinen. Nicht immer wurden alle Mäkel entdeckt und so wurden gelegentlich auch Seiten eingebunden, die nicht "makellos" waren.
Heute werden Druckerzeugnisse auch dann makuliert, wenn etwa ein Buch wegen des Verstoßes gegen das Persönlichkeitsrecht nicht verkauft werden darf oder auch dann, wenn selbst eine Verramschung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar erscheint. Die vor der Makulierung in den Handel gekommenen Exemplare und Rezensionsexemplare sind oft selten und daher für den Antiquariatshandel sehr interessant.

 

Marginalie, Die

(von lat.: margo = Rand, marginalis =zum Rand gehörig) ist eine auf den Rand einer Buchseite oder eines Manuskripts geschriebene Bemerkung, die einen Kommentar, Hinweis oder eine Korrektur zu einer Stelle des Textes bietet. (Quelle: Wikipedia) Siehe auch unter Markierung.

Diese Anmerkungen können teis stören, besonders wenn der Verfasser bzw. dessen Qualifikation nicht bekannt sind, andererseits auch eine wertvolle Ergänzung zum Werk darstellen. Namentlich Randbemerkungen des Buchautoren selber oder namhafter Persönlichkeiten können den Wert eines an sich häufig angebotenen Buches deutlich erhöhen. Welcher Liebhaber der Gartenkunst würde sich nicht für z.B. Randnotizen eines Peter Joseph Lennés interessieren?

Grundsätzlich werden Marginalien in der Buchbeschreibung antiquarischer Bücher angegeben, regelmäßig unter Erwähnung des verwendeten Schreibgerätes. Das Spektrum reicht von "vereinzelten Marinalien in zartem Blei" bis zu "durchgehend Marginalien in Rotstift." Bei älteren Gartenbüchern ist es üblich, auch die ungefähre Zeit der Entstehung anzugeben, also "zeitgenössische", "spätere" oder "neuere". Ist der Entstehungszeitpunkt bekannt (weil es entsprechende Hinweise gibt), so wird dies für eine Kaufentscheidung ebenfalls angegeben.

 

Markierung, Die

Im Gegensatz zur Marginalie, die dem Buchinhalt zusätzliche Informationen hinzufügt, handelt es sich bei einer Markierung um die Hervorhebung eines bestehenden Textes. Dies kann durch Unterstreichung, Anstreichung (senkrechte Markierung am Rand) oder durch Hervorhebung (Leuchtstift!) geschehen. Grundsätzlich gilt hier das unter "Marginalie" erläuterte.

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N

neuwertig

Das Adjektiv "neuwertig" bezeichnet den bestmöglichen Zustand eines antiquarischen Buches. Die Erhaltung entspricht der eines im Buchladen käuflichen Neubuches. Eventuell vorhandene Gebrauchsspuren, die z.B. durch das Einstellen in das Regal an der Unterkante entstehen können (z. B. Beschabung, sind nicht auszuschließen, jedoch so minimal, dass der Gesamteindruck eines "ladenfrischen" Buches nicht beeinträchtigt wird. Der Zusatz "noch in Verlagsfolie eingeschweisst" schließt auch diese aus. In vielen Fällen bezeichnet der Begriff auch ein verlagsfrisches Buch, also "Neuware". Der Antiquar wird diesen Begriff jedoch meiden, da das Neubuch regelmäßig der Preisbindung unterliegt. Die Käuferin/der Käufer eines neuwertigen Buches darf also ein Buch erwarten, das "wie neu" ist und das er ohne Bedenken als solches verachenken kann. Der Begriff "neuwertig" sollte für ein Buch, das älter als z.B. 20 Jahre ist, in der Beschreibung ausführlich begründet werden (z. B. wäre ein solcher Zustand vorstellbar, wenn ein alter originalverpackter Lagerbestand einer Buchhandlung oder eines Verlages übernommen wurde). Wir hatten tatsächlich einmal einen solchen Fall, als wir einen Nachlass übernommen haben: Dort waren wohl über Jahre die "Auswahlbücher" eines Buchclubs bezogen worden und ohne weitere Beachtung noch in Folie beiseite gestellt worden. Für deutliche ältere Bücher wird die Bescheibung als "neuwertig" wohl nur in extrem seltenen Ausnahmefällen zutreffen. Hier muss ggf. nachgefragt werden.

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P

Papier, Das

Papier und die Papierherstellung sind eine Wissenschaft für sich. Als Hauptbestandteil des Buches verdient das Papier einige Aufmerksamkeit beim Bücherkauf. Einerseits als Träger der Informationen ist es bestimmungsgemäß dem mechanischen Gebrauch ausgesetzt, unterliegt es andererseits als organisches Material den wechselnden Umwelteinflüssen. Je besser die Papierqualität, desto besser wird es die Zeiten überstehen. Nun sind Bücher in aller Regel ein kommerzielles Produkt, die Papierqualität also ein Preisfaktor und für einen Autor oder Verleger ist der Absatz vorrangig, weniger (auch wenn es natürlich ein schmeichelhafter Gedanke für beide ist), ob das Buch auch noch in einigen hundert Jahren lesbar sein wird. Also wird am Papier oft gespart, ganz abgesehen davon, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten manche Rohstoffe Priorität anderweitig Verwendung fanden. In den meisten Buchbeschreibungen wird die Papierqualität nicht erwähnt, lediglich auf den Zustand der Seiten eingegangen. Insgesamt ist festzustellen, dass sich das Papier als haltbarer Informationsträger bewährt hat. Ein paar Grundregeln helfen dabei, sich ein besseres Bild vom Buch zu machen:

1. Je älter das Buch, desto besser in aller Regel die Papierqualität. Dies gilt zumindest bis etwa 1860, als im größeren Stil versucht wurde, das hadernhaltiige (teure) Mühlenpapier durch billiges industriell hergestelltes zu ersetzen.

2. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts wurden „Volksbücher“ oft auf Holzschliffpapier gedruckt, das leider mehrere schlechte Eigenschaften hat, so u. a. eine sehr geringe Elastizität und schnelle Vergilbung.

3. In längeren Kriegs- und Krisenzeiten erschienene Bücher litten oft unter deiner mangelhaften Rohstoffversorgung, so dass die Ansprüche an die Papierqualität verringert werden mussten. Schon bei Buchauflagen zu Zeiten der napoleonischen Kriege feststellbar, trifft dies besonders für die Zeit des 1.Weltkrieges, die Nachkriegs- und Inflationszeit sowie die 40er Jahren des 20.Jahrhunderts zu.

4. In der DDR wurden Bücher häufig auf etwas geringer wertigem Papier als in der Bundesrepublik Deutschland gedruckt, was sich jedoch später eher in der Druckqualität der Abbildungen bemerkbar macht.

5. Ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden zunehmend säurefreie Papiere benutzt, die sehr gute Druck- und Haltbarkeitseigenschaften haben.

 

Pergament, Das

(wohl nach der kleinasiatischen Königstadt Pergamon, dem heute türkischen Bergama) ist eine aufwändig bearbeitete (teure) ungegerbte Tierhaut, die seit dem 2. vorchristlichen Jahrhundert zunehmend den (weniger haltbaren) Papyrus als Trägermaterial für Schriften ersetzte, bis es seinerseits im späten Mittelalter durch das (billigere) Papier verdrängt wurde. Für wertvolle Schriften wurden die Häute von frischgeborenen Schafen und Ziegen bzw. deren Föten (Vellum) benutzt. In Anbetracht seiner Kostbarkeit in Verbindung mit großer Haltbarkeit wurde Pergament immer wieder recycelt, indem man die vorhandenen Texte mit Bimsstein oder Schabeisen „radierte“. Hierdurch gingen diese älteren Texte für immer verloren. Beschriebene Pergamente außerhalb musealer Bibliotheken sind heute extrem selten anzutreffen. Ihr Handel beschränkt sich auf weltweit eine Handvoll von Antiquariaten. Im populären Handel findet sich Pergament häufig noch als Bezugsmaterial von Büchern, wofür es bis in den Barock gerne eingesetzt wurde. Hierfür wurde oft etwas robustere Häute, z.B. von älteren Kälbern, verwendet. Analog zu anderen Einbänden gibt es auch "Halbpergament". Vereinzelt wird es bis in die heutige Zeit bei Meistereinbänden benutzt. Recht häufig machte man sich nicht die Mühe, die alten Texte zu entfernen, so dass viele Einbände noch mittelalterliche Texte zeigen. Da Pergament im Gegensatz zu Papier eine konstante Luftfeuchtigkeit und nicht zu warme Temperaturen benötigt um geschmeidig zu bleiben, ist der Aufbewahrung und Pflege besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Plica, Die

Plica (von lat.: Falte) bezeichnet einen auf alten Pergament-Urkunden etwa 4 bis 6 cm nach vorne umgefalteten unteren Rand. Diese Doppelung des Pergaments, auch als Umbug bezeichnet, stabilisiert die Urkunde in vertikaler Richtung und verstärkt die Festigkeit in diesem Bereich. Vertikale Schnitte durch Dokument und Plica ermöglichen es nun, ein Band so mit der Urkunde zu verbinden, dass nach verschließen der Enden mit einem Siegel beides dauerhaft miteinander verbunden war. Das Siegel selber wurde dann durch eine Kartusche aus Holz, Elfenbein oder Edelmetall gschützt. Wichtige Urkunden wurden bis in die erste Hälfte des 19.Jahrhunderts noch regelmäßig auf Pergament erstellt. Im Gartenbau sind viele sorgfältig kalligrafierte Gesellen- und Meisterbriefe erhalten. Fehlen der Plica Schlitze, so deutet das darauf hin, dass es sich nur um einen Dokumentenentwurf handelt. Ist die Plica mehrfach geschlitzt, jedoch ohne Band, so ist davon auszugehen, dass im Verlauf der Jahrhunderte Pergament und Siegel getrennt wurden.

 

Preisbindung, Die

Der Verkaufspreis von Neubüchern ist im Gesetz über die Preisbindung für Bücher (BuchPrG) geregelt. Das Gesetz dient dem Schutz des Kulturgutes Buch (§1). Der § 3 lautet: „Wer gewerbs- oder geschäftsmäßig Bücher an Letztabnehmer in Deutschland verkauft, muss den nach § 5 [=Preisfestsetzung] festgesetzten Preis einhalten. Das gilt nicht für den Verkauf gebrauchter Bücher.“ Damit sind Antiquariate grundsätzlich in der Preisgestaltung frei. Da die Preisbindung frühestens nach 18 Monaten aufgehoben werden kann (§ 8) hat sich für neuere Bücher, die bereits gelesen wurden, aber keine Gebrauchsspuren aufweisen, zur Vermeidung von Fehlinterpretationen die Bezeichnung "neuwertig" durchgesetzt. Erhaltungstechnisch gibt es jedoch keinen Unterschied zwischen „neu“ und „neuwertig“.

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Q

Quetschfalte, Die

bezeichnet im Buchwesen eine unerwünschte, durch Nachlässigkeit entstandene Beeinträchtigung eines Buchblattes oder einer Tafel. (Dagegen ist die Quetschfalte in der Schneiderei ein bewusstes gestalterisches Element) Eine Quetschfalte besteht aus mindestens zwei Längsfalten im Papier, die in Z-Form gegeneinander verschoben sind. Sie entstehen

  • im Buchblock gerne in der Titelei oder am Ende des Buchblocks durch schnelles Zuschlagen des Buches, z.B., beim Entstauben durch Auf- und Zuschlagen. Dabei saugt der beim Aufschlagen entstehende Unterdruck die oben liegende(n) Seite(n) an. Der dann beim Zuschlagen entstehende Überdruck entweicht aber nach außen, so dass er nicht mehr ausreicht, das hochgesaugte Papier in die Ausgangslage zurück zu drücken. Da das Papier ansonsten nicht beeinträchtigt wird, es sich also um eine rein optische Beeinträchtigung handelt, ist der Einfluss einer solchen Quetschfalte auf den Wert des Buches eher gering.
  • in Falttafeln, wenn auf das Buchformat gefaltete Tafeln, Pläne oder Karten nach Entfaltung nicht mehr in die richtige Ausgangsform zurückgefaltet werden. Hierbei ist regelmäßig eine Kettenreaktion zu beobachten: Wird eine Falttafel erstmalig irregulär in den Buchblock gefaltet, so entsteht nicht nur eine ungenaue oder falsche Falte, sondern der nächste Betroffene sieht sich vor nunmehr zwei Alternativen der Faltung gestellt. Nimmt er sich die Zeit und faltet die Tafel wieder in die reguläre Faltung zurück, so ist dies eine glückliche Fügung und kann weiteren Schaden verhindern. Im zweitbesten Fall wird die Tafel wieder in die falsche Faltung zurückgelegt. Im schlimmsten Falle jedoch entsteht eine neue Falte. Da die Anzahl der Leser mit dem Alter des Buches statistisch gesehen zunimmt, ist die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins von Quetschfalten umso größer, je älter das Buch ist. Gequetschte Tafeln in antiquarischen Gartenbüchern sind recht häufig, was sich aus der Funktion dieser Bücher als Lehr- und Arbeitsbücher erklärt. Sie wurden zur Hand genommen, um mit Hilfe der Abbildungen die richtige Vorgehensweise (z.B. beim Obstbaumschnitt) festzulegen oder zu überprüfen. Leider wird über die Jahre im Rahmen der unterschiedlichen Faltungen auch das Papier an den Faltstellen mürbe oder reisst am Rand ein. Da die Faltungen in der Regel ohne Beachtung der Abbildungen angelegt wurden, so können Quetschfalten durchaus eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Preises bedeuten, besonders bei Werken geringer Seltenheit.

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R

recte

(von lat.: Adverb zu "rectus" = aufrecht, gerade, richtig) Wo Menschen arbeiten, kommt es immer wieder zu Fehlern oder Missverständnissen. Besonders in der Zeit des manuellen Buchdrucks, der ja regelmäßig arbeitsteilig angelegt war, stimmen oftmals nicht alle Angaben bei Titel, im Vorsatz und Text überein. Dies kann sich auf Seitenangaben, Abbildungen oder auch Tafeln und ähnliches beziehen. Gründe hierfür gibt es zahlreiche. So kann sich z.B. die Seitenzahl der Folgeseiten verschieben, wenn ein Text wider Erwarten nicht auf eine Seite passt. Oder der Schriftsetzer erwischt versehentlich eine falsche Letter. Manchmal spielt aber auch das Unternehmerische eine Rolle, wenn etwa der Verleger aus Kostengründen auf eine odere mehrere Abbildungen verzichtet. Auch kann sich eine Verschiebung ergeben, wenn statt einer fortlaufenden Nummerierung Tafeln mit Buchstaben oder römischen Ziffern untergliedert werden.Stellt nun ein Antiquar bei der Kollationierung eine solche Diskrepanz zwischen Angaben und tatsächlichem Sachverhalt fest, so übernimmt er in die Buchbeschreibung die unzutreffenden aber im Werk vorhandenen Angaben, stellt sie jedoch in Klammern mit vorangestelltem "recte" richtig. Dies sieht dann z.B. so aus: "Tbl., VIII, 433 (recte 435) S."

 

Reihenwerk, Das

Als Reihenwerk oder Schriftenreihe bezeichnet man eine offene unter einem Sammeltitel erscheinende Edition, welche unter einem Gesamtbezug stehende Einzelwerke in loser oder regelmäßiger Folge umfasst, für deren Qualität ein namhafter Herausgeber verantwortlich zeichnet. Das Konzept der Reihenwerke erleichtert dem Käufer die Orientierung, da einheitliche Aufmachung und Ausstattung ein übergreifendes gleichbleibendes Qualitätsniveau signalisieren. Im Unterschied zum Sammelwerk sind beim Reihenwerk weder Gesamtumfang noch endgültige Anzahl der Titel von vorneherein bekannt. Von den Periodika unterscheidet sich ein Reihenwerk dadurch, dass die Einzelbände thematisch in sich geschlossen sind und in Umfang und Preis variieren.

Eines der bekanntesten Reihenwerke für Gartenamateure ist sicher die "Lehrmeister Bücherei" (vorher "Lehrmeister Bibliothek"), deren kleine wohlfeile Bändchen seit über 120 Jahren in deutschen Haushalten zu finden sind. Das ursprünglich die Themen "Garten- und Kleintierhof" adressierende Konzept umfasste schließlich  weit über 1.000 Bändchen zu allem, was unter dem Begriff "Heimwerken und Hobby" zusammen gefasst werden kann.

Allen Fachleuten hingegen ist die Reihe " Grundlagen und Fortschritte im Garten und Weinbau" des Eugen Ulmer Verlages bekannt, deren hervorragende Autoren wissenschaftliche Aktualität und Praxisrelevanz verbürgten.

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S

Sammelwerk, Das

Kennzeichen eines Sammelwerkes (auch als Lieferwerk bezeichnet) ist sein Erscheinen über einen Zeitraum und dass seine Endlichkeit von vorneherein beabsichtigt ist. Erst nach der letzten Lieferung ist das Gesamtwerk damit abgeschlossen. Da sich die Herausgabe von Sammelwerken regelmäßig über einen längeren Zeitraum, nicht selten über Jahrzehnte erstrecken kann, ist es nicht unüblich, dass nach geplantem Abschluss noch ein oder mehrere Nachträge erscheinen. Die Gründe dafür, ein Werk als Sammelwerk herauszugeben sind vielfältig. In der Regel ist es eine Mischung aus kommerziellen und publizistischen Gegebenheiten. Zum Einen muss der Verlag auf der Produktionsseite die Honorare der Autoren, die zu den ersten Teilen des Werkes beigetragen haben, bezahlen, zum Anderen können die oft (abschreckend) hohen Gesamtkosten eines Sammelwerkes so in für die Käufer "verdau-" und finanzierbare Tranchen aufgeteilt werden.

Die einzelnen Lieferungen eines Sammelwerkes können aus abgeschlossenen Einzelbänden bestehen (dies ist etwa bei lexikalischen Werken üblich) oder aus einzelnen Kapiteln oder Sachgruppen, die erst im nach Lieferung der letzten entsprechenden Teillieferung zu einem Band gebunden werden. Dies ist regelmäßig bei wissenschaftlichen Werken der Fall, wenn die Bearbeitung der Kapitel oder Teilgebiete auf mehrere oder zahlreiche Verfasser aufgeteilt wurde. Hier ist auch damit zu rechnen, dass einzelne Bände über Jahre nicht gebunden werden können, weil die letzte für einen Einzelband benötigte Abschlusslieferung erst lange Zeit nach dem Erhalt der ersten Lieferung fertiggestellt wird. Dies kann dazu führen, dass bei antiquarischen Sammelwerken nicht nur die in Einzelbänden verwendete Papierqualität von Lieferung zu Lieferung unterschiedlich ist, sondern dass auch einzelne Lagen unterschiedliche Erhaltungsqualität haben können. Exemplarisch für die Sammelwerke der Gartenliteratur seinen hier genannt:

  • Grohmann, Ideen-Magazin für Liebhaber von Gärten, Englischen Anlagen und für Besitzer von Landgütern. Leipzig, 1797-1802
  • Das Werk erschien in 48 chronologischen Lieferungen, die jeweils 8 bis 10 Kupferstiche enthielten und in 4 Bänden zu binden waren. Der damalige hohe Preis von 2 Talern pro Heft macht deutlich, dass das Erscheinen in Einzelheften eine ökonomische Notwendigkeit des Verlages war. Die Hefte erschienen anfänglich regelmäßig, später -u. a. zeitgeschichtlich bedingt- auch etwas unregelmäßig. Während die ersten Lieferungen später noch einmal in einer zweiten Auflage erschienen, sind die letzten Lieferungen nur einmal aufgelegt worden und entsprechend seltener.

 

  • Greiner, Der große ADAC-Ratgeber Garten. München, 1995-97
  • Das Sammelwerk des ADAC-Verlages erschien in 14 Einzelbänden, die von den Mitgliedern des ADAC-Verlages abonniert werden konnten. Marketingtechnisch ging der Verlag so vor, dass das sich das Mitglied den ersten Band der Reihe, als neudeutsch "Teaser" zu einem extrem günstigen Preis zu Ansicht zuschicken lassen konnte. Schickte es den Band nicht zurück, so erhielt das Mitglied automatisch auch den Folgeband. Da der Bezug des Sammelwerkes jederzeit gestoppt werden konnte, machten sehr viele ADAC Mitglieder von der Möglichkeit Gebrauch und erhielten den ersten Band "Sommerblumen" der damit eine sehr hohe Auflage erzielte, ja sogar nachgedruckt wurde.

Der große ADAC-Ratgeber Garten

Die 14 Deckel des kompletten Sammelwerks

Mit jeder Lieferung hatte der Abonnent eine thematisch abgeschlossenes Monografie in der Hand. Im weiteren Verlauf nun beendeten immer mehr Abonnenten den Bezug der weiteren Lieferungen (was aus unserer Sicht kaum an der Qualität der Bände gelegen haben konnte), so dass die späteren Bände immer kleinere Auflagen hatten. Daher ist die vollständige Reihe der 14 Bände relativ selten zu erhalten.

  • Zehle u.a., Zimmerpflanzen von A - Z. München, ca. 1980-85.
  • Der Meister-Verlag ist auf die Herausgabe von Loseblattwerken spezialisiert, die in monatlichem Abonnement erscheinen und immer aus einigen gelochten Faltblättern bestehen, die jeweils ein Thema oder eine Pflanze abgeschlossen behandeln, jedoch aus unterschiedlichen Bänden und Kapiteln des Gesamtwerkes zusammengesetzt sind. Die in Loseblattform in Ringbüchern gesammelten Karten haben durchaus praktische Vorteile. Auch hier besteht die erste "Teaser"-Lieferung aus immer den gleichen Blättern, die zusammen mit dem ersten (leeren) Ringbuch und dem Gesamtregister bestehen. Das Sammelwerk besteht aus etwa 1.000 Farbkarten, die in Lieferungen von etwa 20 Stück in monatlicher Folge versandt werden, ist verständlich, dass viele dieser Abonnements vorzeitig gekündigt werden, vollständige Werke, die immerhin ein Durchhaltevermögen von etwa fünf Jahren vorausgesetzt haben, also sehr selten sind.

 

  • Schneider/Gröning, STOLO. Bibliographische Findmittel zur Gartenkultur. Worms, 2007-
  • Die auf 10 Bände aufgelegte Reihe ist ein Mammutvorhaben der Gartenliteratur und will nichts anderes sein als ein "Verzeichnis bio-bibliographischer und sonstiger bibliographischer Findhilfen und Literaturquellen zur Geschichte und Theorie der Gartenkultur nebst angrenzender Gebiete in Mittel- und Westeuropa". Bisher (2012) sind Band 1 bis 3 erschienen. Wann allerdings die nächsten Bände erscheinen werden, ist noch völlig offen, da die beiden Herausgeber im Laufe der Forschungen von der Fülle der zu verarbeitenden Quellen überrascht wurden und auch die Zukunft der weiteren Förderung durch die DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) wohl nicht gesichert ist. Da jeder Band die gartenbibliographischen Findmittel eines Landes behandelt, steht zumindest für die drei Länder Italien,  Schweiz und Spanien jeweils ein abgeschlossenes Referenzwerk zur Verfügung. Wann und ob das Gesamtvorhaben jemals wie geplant verwirklicht wird, ist heute noch nicht absehbar.

 

Satzspiegel, Der

Der Satzspiegel ist die Fläche der Buchseite, einer Zeitschrift oder eines anderen Druckwerks, auf dem die inhaltlichen Informationen transportiert werden. Der Satzspiegel wird begrenzt durch die Stege, also durch die unbedruckten Abstände zwischen dem Satzspiegel und dem Seitenrand. Die Spalten (Kolumnen) mit Text, Grafik oder Bild gehören immer zum Satzspiegel. Auch ein eventueller „lebender Kolumnentitel“, der neben der Seitenzahl auch noch kurze Angaben über den jeweiligen Kapitelinhalt enthält, wird zum Satzspiegel gerechnet; ebenso Fußnoten. Dagegen gehört der „tote Kolumnentitel“, der lediglich die Seitenzahl enthält, nicht zum Satzspiegel.

 

Seidenhemdchen, Das

Ein Frontispiz mit Seidenhemdchen
Ein Seidenhemdchen

Als Seidenhemdchen bezeichnet man ein dünnes Seidenpapier, das in Büchern zum Schutz von Bildtafeln eingelegt oder mit eingebunden wurde. Das dünne Papier verhindert besonders bei einfarbigen Tafeln den Abklatsch der Abbildung auf der gegenüber liegenden Seite. Polychrome Abbildungen schützt das Seidenhemdchen vor mechanischer Beschädigung und Ausbleichen. Besonders bei den chromolithographischen Tafeln pomologischer Werke um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert führt das Fehlen von Seidenhemdchen vor den Tafeln sehr oft zu deutlichen Preisabschlägen. Chromo-Tafeln sind in der Herstellung sehr aufwändig. Leider sind die Farben teilweise gegen auch kleinste Feuchtigkeitseinflüsse (Luftfeuchtigkeit!) sehr empfindlich und neigen dazu, sehr schnell mit der Gegenseite zu verkleben. Wird die Seite nun unsachgemäß geöffnet, bleibt oft die Oberfläche der Gegenseite auf der Abbildung haften und zerstört damit den Gesamteindruck.

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T

Tafel, Die

(auch die Bildtafel) Traditionelle Bezeichnung für Seiten, die ausschießlich Abbildungen zeigen, ggf. mit kurzer Beschreibung der Abbildung. Tafeln waren bis in die neuere Zeit ein wertbestimmendes Kriterium bei der Buchherstellung, wurden Textseiten doch im recht einfachen Hochdruck aus Lettern (teils mit eingefügten Holzschnitten) hergestellt, während für die Abbildungen oft der aufwändigere Tiefdruck genutzt wurden. Dies bedeutete auch in der weiteren Buchherstellung einen erhöhten Aufwand, da der Buchbinder nicht nur aufpassen musste, die Tafeln an der richtigen Stelle im Buch einzufügen sondern jede einzelne Tafel einzeln mit Garn in den Buchblock einheften musste. In der Buchbeschreibung wird unterschieden in Schwarzweißtafeln (mit Schwarzweißabbildungen) und Farbtafeln. Steht der Begriff Farbtafel ohne weitere Ergänzung, so kann der Käufer davon ausgehen, dass es sich um einen mehrfarbigen Druck handelt. Andernfalls wird der gute Antiquar ergänzende Angaben machen, also z. B. "einfarbig", zweifarbig" oder am anderen Ende der Skala die besondere Qualität durch entsprechende Ergänzungen wie z.B. "im Siebenfarbendruck" o.ä. hervorheben. Es ist üblich, die Drucktechnik zu erläutern, wie z.B. "Kupfertafel", Lithografie" oder Chromolithografie". Die Begriffe "Falttafel" oder "mehrfach gefaltete Tafel" bezeichnen folgerichtig Abbildungen, die auf Buchformat gefaltet wurden. Simplex- bzw. Duplexdruck bezeichen Tafeln die einseitig bzw. doppelseitig bedruckt wurden.

 

Titelei, Die

Der Begriff der Titelei ist heute nicht mehr eindeutig belegt, bezeichnet aber grundsätzlich alle vor dem eigentlichen Buchinhalt befindlichen Seiten. Hierzu gehören immer Schmutztitel (auch Vortitel genannt), Frontispiz, Haupttitel und Impressum,. Bei alten Büchern rechnet man auch Widmung, Privileg, Inhaltsverzeichnis und Vorwort hinzu. Heute sind in der Titelei auch ein Kurzportrait des Autoren mit Kurzbibliografie oder einem Hinweis auf weitere im selben Verlag erschienene Werke des Verfassers nicht selten.

Wenn wir in unseren Beschreibungen also z. B. "Titelei etwas angefleckt" oder "Titelei mit einigen Braunflecken" vermerken, so bezieht sich das auf die ersten Seiten des Buches, muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass alle diese Seiten betroffen sind, sondern beschreibt einen Gesamteindruck. Bitte fragen Sie im Zweifelsfalle nach.

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V

Velinpapier, Das

(von franz.: vélin), kurz: Velin, bezeichnet ein im Gegensatz zum Bütten feines glattes Papier, das aufgrund der durch starken Leimanteil harten Oberfläche hervorragend für Zeichnungen mit fließender Tinte und für den Hochdruck geeignet ist. Der Name leitet sich von Vellum ab, da man es zu Zeit seiner Entstehung um die Mitte des 18. Jahrhunderts aufgrund seiner Erscheinung und Haptik mit dem Pergament verglich. Wurde Velin früher wie Bütten handgeschöpft, so wird es heute maschinell gewalzt.

 

Vellum, Das

(von lat.: vitulus = Kalb) ist ein besonders dünnes, strapazierfähiges Pergament, das aus der Haut von neugeborenen Kälbern oder Kälberföten hergestellt wurde. Da diese Felle naturgemäß sehr klein sind, benötigte man sehr viele Häute um die Texte zu fassen. Manuskripte oder Buchmalereien, für die man Vellum als Trägermaterial wählte, waren daher schon bei der Entstehung als Kostbarkeit angesehen. Daher ist Vellum im Antiquariat -ceteris paribus- ein Indikator für einen höheren Wert.

 

Verramschung, Die

Hat ein Buch nicht den gewünschten Erfolg, ist die Höhe der Auflage zu hoch gewählt, den Preis zu hoch kalkuliert oder benötigt der Verlager Platz oder Geld, so kann er das Buch verramschen. Hierfür enthalten die Autorenverträge entsprechende Klauseln. Nach 18 Monaten kann er die Buchpreisbindung aufheben und die verbliebenen Exemplare zum schnellen Abverkauf an einen Verwerter ("Modernes Antiquariat") zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises veräußern. In vielen Fällen werden bei schleppendem Verkauf bereits vor Ablauf der Buchpreisbindung geringste Mängel oder vermeintliche Mängel zum Anlass genommen, um über sogenannte "Mängel- oder Remittendenexemplare" die Lagerkosten zu reduzieren. Falls überhaupt Mängel vorhanden sind, so sind sie jedoch vom Käufer in der Regel nicht zu erkennen. Für das klassische Antiquariat sind diese Bücher auch interessant, da weitere Auflagen eher nicht zu erwarten sind.

 

Volvelle, Die

Eine Volvelle im klassischen Sinne
Neuere Volvelle der Erdzeitalter

Bezeichnet ursprünglich eine im Mittelalter in der Astronomie verwendete Drehscheibe, mit der die Konstellationen der Himmelskörper in ihrer Relation zueinander verortet werden konnten.

Im Buchwesen hat sich der Begriff dann vom drehbaren Element zum beweglichen Element an sich durchgesetzt. Klassische drehbare Volvellen findet man recht häufig bei botanischen Farbkreisen oder bei sogenannten Jahresscheiben, mit denen man z.B. Blühzeiten anschaulich vermitteln kann. Klappbare Elemente finden sich im 19.Jahrhundert etwa in den Werken zur Gestaltung von Landschaftsgärten im Sinne eines vorher/nachher Vergleichs, in dem nur die veränderten Teile mit einem passenden (klappbaren) Abbild des vorherigen Zustandes abgedeckt werden. Hieraus ergeben sich für den Betrachter reizvolle Eindrücke. In landwirtschaftlichen Lehr- oder Handbüchern finden sich häufig mehrfache Volvellen in der Darstellung zur Tierkunde. Hier wird das dargestellte Tier quasi mit jeder Klappe weiter seziert, die inneren Organe können so schrittweise und in ihrer Lage und Funktion plastisch erlebbar gemacht werden.

Eine anatomoische Klapp-Volvelle (Detail) von 1901

Viele bewegliche Teile kennzeichnen dieses anatomische Modell

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Z

Zustand, Der

(auch: der Buchzustand, die Erhaltung oder die Zustandsbeschreibung) Für die Kaufentscheidung oft das wichtigste Kriterium. Der Käufer eines antiquarischen oder eines gebrauchten Buch weiß, dass er kein Neubuch erwirbt und ist (mit seltenen Ausnahmen) bereit, gewisse Mängel in Kauf zu nehmen. Jedoch sind die Ansprüche jedes einzelnen Kunden so individuell wie die Bücher oder, wie der Kölner sagt "Jeder Jeck is anders". Der Eine möchte ein fleckenfreies Exemplar, stört sich aber nicht am Rauchgeruch, für eine andere Kundin ist ein riechendes Buch ein absolutes no-go, während sie bereit ist, über Flecken hinwegzusehen. Zu den wichtigsten Aufgaben des Antiquars gehört daher eine sorgfältige, umfassende und ehrliche Beschreibung des Zustandes. Die meisten Kolllegen und auch wir orientieren uns an der alten Schulnotenskala von Note 1 (sehr gut) bis Note 4 (ausreichend). Die Noten 5 und 6 sollten im Angebot nicht vorkommen, bzw. nur dann zum Tragen kommen, wenn es sich um (restaurierungsfähige) Rarissima oder Unikate von (kultur)historischem Wert handelt.

Die informative und zutreffende Beschreibung der Bücher ist die Grundlage eines renommierten Antiquariates, das ohne zufriedenen Kundenstamm nicht existieren kann.

  • neuwertig - Siehe eigener Eintrag "neuwertig"
  • sehr gut - Manch einer würde den Unterschied zum Neubuch nicht erkennen, jedoch sind bei genauem Ansehen Spuren zu erkennen, die darauf schließen lassen, dass das Buch nicht neu ist. Solche Spuren sind typisch für Bücher, die -wenn überhaupt- vielleicht einmal vorsichtig gelesen wurden und seitdem im Regal gestanden sind. Sehr gute Erhaltung ist bei inhaltlich hochwertigen praktischen Garten-Ratgebern eher selten gegeben. Es liegt in der Natur des Ratgebers, dass er öfters zur Hand genommen wird.
  • tadellos - Als tadellos bezeichnen wir den Zustand eines Buches, das aufgrund ganz leichter Beeinträchtigungen nicht mehr unseren Ansprüchen für das Prädikat "sehr gut" genügt, dessen Gesamtbild aber mit einem einfachen "gut" herabgesetzt würde. Tadellos verwenden wir auch gerne, wenn ein Buch nur einen Mangel zeigt, ansonsten aber sehr gut ist, z.B.: "Bis auf eine kleine Bestoßung an der unteren Ecke tadellos".
  • gut - teilweise auch mit dem Zusatz "altersentsprechend" verwendet, bezeichnet einen Buchzustand, wie er nach einer, der üblichen Sorgfalt entsprechenden Behandlung erwartet werden kann. Gebrauchsspuren sind vorhanden und erkennbar, je nach Alter haben die Bücher mehrere Lesezyklen hinter sich und sind oft durch mehrere Hände gegangen. Schwache Flecke, so wie sie schnell mal entstehen, können vorhanden sein. Auch ist der eine oder andere Eck-Knick, "Eselsohr", nicht auszuschließen. Der Einband zeigt normale Gebrauchspuren. Besitzereinträge oder Widmungen im Vorsatz oder auf dem Titel sind nicht selten (Hier schwanken die Moden je nach Erscheinungsjahr, je neuer das Buch, desto seltener finden sich diese Eintragungen). Gehen diese Gebrauchsspuren über das normale Maß hinaus, so sind sie regelmäßig extra erwähnt. So kann ein Buch in gutem Zustand sein, auch wenn die Beschreibung z.B. durch den Zusatz "mit einem Tintenfleck, der sich durch 5 Seiten hindurchzieht" ergänzt wird oder die Buchbechreibung lautet: "Gut. Einband leicht bestoßen und berieben". Eine deutlich erkennbare Dunkelung am Rand der Seiten, die papierbedingt recht häufig vorkommt, ist regelmäßig zu erwähnen. "Guter Zustand", ohne weitere Ausführungen, ist der am häufigsten attestierte Erhaltungszustand in den Online-Katalogen. Tatsächlich ist dies bei vielen Büchern ausreichend, besonders wenn das Angebot von einem originalen Foto ergänzt wird. Leider gibt es aber auch Anbieter, die sich nicht die Mühe machen, die angebotenen Bücher mit der nötigen Sorfalt durchzusehen.

Praxistipp: Vor dem Kauf eines älteren Buches, das ohne weitere Ausführungen als "gut" bezeichnet wird und preislich attraktiv erscheint, sollten Sie sich zunächst im weiteren Bestand des Anbieters davon überzeugen, ob dieser hier und da auch zusätzliche Erläuterungen gibt. Tut er das nicht, so ist Vorsicht angesagt. Denn es könnte sich um eine Standardfloskel handeln. Vielleicht ist dann doch das alternative Angebot, das einen Fehler offen in der Beschreibung angibt, die bessere Wahl.

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Unser Leistungsspektrum: gebrauchte und antiquarische Gartenbücher zu den Themen:
Alpengarten – Alpinum – Barockgarten – Baumschnitt – Biogarten – Blumengarten – Botanische Gärten – Bundesgartenschauen – Chinesischer Garten – Cottage Garten – Dachgarten – Floren – Englischer Garten – Formaler Garten – Französischer Garten – Gartenarchitektur – Gartenbauausstellungen - Gartenbelletristik - Gartenblumen – Gartengestaltung – Gartendenkmalpflege – Gartenfiguren – Gartengeschichte - Gartenlexika – Gartenkunst – Gartendekoration – Gartenkataloge – Gartenpflege – Gartenkrimi – Gartenpoesie – Gartenpraxis – Gartenskulpturen – Gartentechnik - Gartentheorie - Gartenhandbücher – Gartenansichten – Gartenmonografien – Gartenzeitschriften – Gemüsebau –Hausgarten – Holländischer Garten – Italienischer Garten – Japanischer Garten – Kinder im Garten – Kleingarten – Klostergarten – Kräutergarten – Kübelpflanzen – Küchengarten - Landhausgarten – Landschaftsgarten – Lehrbücher – Mediterrane Gärten – Naturgarten – Obstbau – Obstgarten – Pomologie – Niederländischer Garten – Renaissancegarten – Schrebergarten – Siedlergarten – Schulgarten – Sortenlisten – Staudengarten – Steingarten – Teichgarten – Tiere im Garten – Vertikale Gärten – Villengarten – Vorgarten – Wassergarten – Wohngarten – Zengarten – Zustandsgarten
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